20.000 Kilometer für seinen Tischtennissport

Schöppenstedts Abdelrahman Rahmou jettet regelmäßig um die halbe Welt

Thomas Föniger (30.10.2026)

Nach dem Training beim TSV Schöppenstedt hatte es Abdelrahman Rahmou wieder einmal eilig. Bereits wenige Stunden nach dem letzten Ballwechsel in der hiesigen Landkreis-Sporthalle saß er in einer A320-Maschine mit dem Ziel Ägypten. In der Hauptstadt Kairo betreut er regelmäßig ein professionelles Tischtennis Lern- und Trainingsprogramm. Danach schaute er wie gewohnt bei seinen dort lebenden Eltern vorbei - bevor es ihn weiter in die USA verschlug. Auch dort leitet er talentierte Tischtennisspieler an einem Leistungszentrum an. Viele seiner dortigen Schützlinge spielen in der amerikanischen Profiliga. Danach geht es erst einmal wieder zurück in seine Wahlheimat. Nach zwei anstrengenden Trainingswochen und 20.000 Flugkilometern wird er dann in Hannover zurück erwartet.

Der 38 jährige spielte bereits für den TTC Lantenbach (Gummersbach). Davor war er für den Kölner Verein TTC Rot-Gold Porz im Einsatz. Der in der niedersächsischen Landeshauptstadt lebende Athlet hatte sich mit der erfolgreichen Teilnahme an unzähligen Turnieren (u.a. Ägypten, Tunesien, Schweden, Ungarn, Belgien) internationales Renommee erworben. Er pflegt dabei ein ausgeprägtes Offensivspiel bei dem er nah am Tisch agiert und seine Kontrahenten früh unter Druck zu setzen versucht.

Abdelrahman Rahmou setzt sich jetzt beim TSV Schöppenstedt neue persönliche Ziele: „Ich habe gute Gespräche mit den Verantwortlichen in Schöppenstedt gehabt und mich guten Gewissens zu diesem Wechsel entschlossen. Das Training kann ich gut von Hannover mit der Bahn erreichen und das Potenzial des Vereins scheint zudem mehr als erfolgsversprechend.“

In Hannover hält der Ägypter übrigens engen Kontakt zu seiner beim TTK Großburgwedel spielenden Schwester Aida Rahmo. Sie kommt in der 3. Tischtennis Bundesliga regelmäßig u.a. an der Seite von Caroline Hajok (früher ESV Achim/Börßum) zum Einsatz. Wann immer es möglich ist, besucht er die Heimspiele seiner jüngeren Schwester.

Jetzt will er auch seine eigene Spielerkarriere wieder anschieben. Nachdem er zwischenzeitlich einen einen TTR-Wert von 2259 erreicht hatte, war zuletzt ein Engagement im Punktspielbetrieb aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Zu sehr stand seine Trainertätigkeit im Mittelpunkt. Die zeitintensiven und anstrengenden Reisen waren auch nicht ohne. „Jetzt habe ich es geschafft mir einige Freiräume für den Spielbetrieb zu ermöglichen. Deshalb freue ich mich besonders auf die inzwischen fest terminierten Punktspiel-Einsätze beim TSV Schöppenstedt.“ Sein Zeil ist dabei klar definiert: Mit Siegen sich wieder für höhere Aufgaben empfehlen. Bestenfalls in der 1. Mannschaft des TSV Schöppenstedt.

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