TSV Schöppenstedt weiter OberligaspitzeLange Anreisen der TSV-Akteure aus Polen, Kroatien und England Thomas Föniger (03.02.2026) | |
Der TSV Schöppenstedt ist mit einem 8:2-Auswärtssieg beim TSV Lunestedt (Kreis Cuxhaven) in die Rückspielserie der Tischtennis-Oberliga Niedersachsen/Bremen gestartet. In der Formation Tomasz Kotowski, Jakub Perek, Mahai Nemacius und Naham Goitom Asgedom setzten sich die Elmstädter nach weniger als zwei Stunden und einem Satzverhältnis von 26:10 klar beim TSV Lunestedt durch. Die Schöppenstedter weisen nunmehr 20:0 Punkte auf, Lunestedt bleibt bei 5:17 Zählern auf dem Abstiegs-Relegationsplatz. Für die Hinfahrt nach Lunestedt benötigten die Schöppenstedter über 3 ½ Stunden. Die TSV-Athleten nahmen jedoch für das Spiel individuell noch sehr viel längere Anreisen in Kauf. Tomasz Kotowski, der auch für den polnischen Erstligisten „Energa Manekin Torun“ spielt, reiste zunächst per Bahn zu seinem Spielpartner Jakub Perek. Gemeinsam reisten die Neuzugänge dann im Auto die fast 800 Kilometer nach Schöppenstedt. Der rumänische Nationalspieler Mihai Nemacius wohnt aktuell in Zagreb. Sein Flug zum Airport Weetze (Nähe Düsseldorf) und die anschließende Zugfahrt dauerten über 8 Stunden. Naham Goitom Asgedom`s Flugreise von London war dagegen vergleichsweise kurz. Lediglich 1 ½ Stunde brauchte er von der englischen Metropole zum Bremer Airport. Von dort musste er aber noch eine 2stündige Zugfahrt nach Braunschweig auf sich nehmen. Nach dem Oberligaspiel ging es für die Akteure direkt wieder gen Heimat. Per Auto, oder per Flug von Bremen bzw. Weetze. Lediglich Nemacius übernachtete vor dem Rückflug in Bremen. Schöppenstedts Manager und Förderer Shahid und Zhahid Abdul waren nach ihrer Rückkehr und vielen zusätzlichen Autofahrten ziemlich geschafft: „Angefangen von der Planung aller Anreisen bis zu den Verabschiedungen der Spieler haben wir einen großen Zeitaufwand betrieben. Die Reise zum Spiel selbst noch gar nicht eingerechnet. Aber unter dem Strich haben wir einen wichtigen Sieg eingefahren, der uns die besten Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga lässt.“ Die Tischtennis-Leistungssportler selber signalisierten nach der jeweiligen Rückkehr in ihren Heimatort ebenfalls Beschwerden. Diese kamen tatsächlich vom stundenlangen Sitzen bei An- und Abreise. „Es ist schon erstaunlich, was diese Spieler für ein Pensum für sich und den TSV Schöppenstedt auf sich nehmen“, so Shahid Abdul. | Bilder zum Bericht klicken zum Vergrößern |

