Doppelter Hessenmeister wechselt nach SchöppenstedtTischtennisprofi Makoto Nogami babbelt gern mal Frankfurter Dialekt Thomas Föniger (03.10.2026) | |
Mit Makoto Nogami hat der TSV Schöppenstedt ein weiteres Tischtennis-Schwergewicht in die Eulenspiegelstadt gelotst. Der 27-Jährige soll das außergewöhnliche Sportprojekt des Vereins, das durch zahlreiche Aufstiege bereits weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit sorgt, zusätzlich verstärken. Der gebürtige Frankfurter mit japanischen Wurzeln kann auf eine beachtliche Tischtennis-Vita zurückblicken. Schon als Nachwuchsspieler machte Nogami auf sich aufmerksam. 2010 gewann er das Bundesfinale der mini-Meisterschaften und krönte sich zum Deutschen mini-Meister. einen bislang größten Erfolg im Erwachsenenbereich feierte der Offensivspieler 2025 bei den Hessischen Meisterschaften. Dort sicherte sich Nogami gleich zweimal Gold: Er wurde Hessenmeister im Herren-Einzel und gewann gemeinsam mit Adam Janicki auch den Titel im Herren-Doppel. Dass der Rechtshänder auch konstant auf hohem Niveau spielen kann, zeigte er zuletzt eindrucksvoll für den TTC Höchst/Nidder. In der Saison 2025/26 kam Nogami in der Verbandsliga auf eine herausragende Einzelbilanz von 33:1 Siegen. Mit einem Q-TTR-Wert von 2178 Punkten zählt der Neuzugang zu den spielstärksten Akteuren, die künftig für den TSV Schöppenstedt an den Tisch gehen. Nogami steht für modernes Offensiv-Tischtennis. Besonders sein druckvolles Topspinspiel macht ihn zu einem unangenehmen Gegner. Auch auf international besetzten Turnieren sammelt der Frankfurter regelmäßig Wettkampferfahrung. So tritt Nogami unter anderem bei der Challenger Series an, bei der Spieler aus unterschiedlichen Ländern und Ligen aufeinandertreffen. Doch Tischtennis ist für Nogami längst mehr als nur Wettkampfsport. Im Raum Frankfurt am Main arbeitet er als professioneller und lizenzierter Privattrainer und gibt seine Erfahrung an andere Spieler weiter. Überhaupt spielt der kleine weiße Ball eine große Rolle in seinem Leben spielt. Tischtennis ist bei den Nogamis echte Familiensache. „Ich kam durch mein direktes Umfeld zum Tischtennis. Meine ganze Familie spielt Tischtennis und außerdem hatte ich von Anfang an viel Spaß am Sport“, erzählt der Neuzugang. Auch sein Bruder Kento ist im hessischen Tischtennis aktiv. Eine besondere Rolle spielt zudem Vater Nogami, der seinen Sohn häufig zu Wettkämpfen begleitet. Dort unterstützt er ihn als Coach, gibt taktische Hinweise und versucht gerade in engen Matchsituationen, seinem Sohn den Rücken zu stärken. Und wer sich mit Makoto Nogami unterhält, könnte trotz seiner japanischen Familiengeschichte schnell merken, wo der 27-Jährige groß geworden ist: in Frankfurt am Main. Da darf zwischen zwei Ballwechseln durchaus auch einmal ein wenig hessisch „gebabbelt“ werden. Der Kontakt zum TSV Schöppenstedt entstand erst kurz vor der Wechselfrist. Die Verantwortlichen des ambitionierten Vereins fragten bei Nogami an, ob er sich einen Wechsel nach Niedersachsen vorstellen könne. Lange überzeugen musste man ihn offenbar nicht. „Vor einigen Wochen kontaktierte mich der TSV Schöppenstedt und fragte, ob ich nicht Lust hätte, nach Niedersachsen zu wechseln. Da ich die Spieltermine gut mit meiner Arbeit als professioneller Trainer kombinieren kann, habe ich mich diesem schier unglaublichen Projekt angeschlossen“, berichtet Nogami. Seine Entscheidung hat der Neuzugang bereits in die Tat umgesetzt: „Die ersten Spieleinsätze habe ich bereits erfolgreich hinter mich gebracht.“ Damit gewinnt das Schöppenstedter Tischtennisprojekt nicht nur einen weiteren hochklassigen Spieler, sondern auch einen Akteur, der den Sport beruflich wie privat lebt. Sollte es also in der Eulenspiegelstadt demnächst einmal „Ei Gude!“ statt „Guten Tag“ heißen, dürfte ziemlich schnell klar sein, wer da gerade die Halle betreten hat. | Bilder zum Bericht klicken zum Vergrößern |
